Bündnis 90/ Die Grünen Kreis Calw

Mehr GRÜN im schwarzen Wald!

Mit Mario Kart ins Gespräch kommen – Wir sprechen nicht über Jugend, sondern mit ihr!!

04.03.26 –

Wie erreicht man junge Menschen für Politik? Indem man nicht nur über sie spricht – sondern mit ihnen. Genau das war die Idee hinter dem Mario-Kart-Event von unserem Landtagskandidaten Fynn Rubehn. Gemeinsam mit der Bundestagsabgeordneten Ricarda Lang lud er Jugendliche in die Kulturapotheke nach Calw ein – zu einem lockeren Austausch auf Augenhöhe und einer Runde Mario Kart auf der Nintendo Switch.

Rund 30 Jugendliche folgten der Einladung. Gespielt wurde auf großer Leinwand, dazwischen wurden Fragen gestellt und natürlich auch beantwortet. Das Ziel: Politik greifbar machen und Räume schaffen, in denen junge Menschen ihre Anliegen selbst formulieren können.

„Es wird viel über die Jugend gesprochen – aber selten mit ihr“

Ricarda Lang brachte es in der ersten Fragerunde auf den Punkt: Hetze auf junge Menschen sei kein neues Phänomen. Seit Generationen werde behauptet, „die Jugend“ sei problematisch, ob zu faul, zu laut, zu viel am Handy… Doch statt pauschaler Kritik brauche es echte Beteiligung.

Gerade bei großen gesellschaftlichen Fragen die junge Menschen direkt betreffen – etwa der Debatte um die Wehrpflicht – sei es entscheidend, junge Menschen frühzeitig einzubeziehen. Nicht als Symbol, sondern strukturell verankert im parlamentarischen Verfahren.

Wie kann Jugendbeteiligung konkret gestärkt werden?

Im Gespräch wurden mehrere Ansätze diskutiert:

  • Jugend stärker in bestehende parlamentarische Prozesse einbinden, etwa durch ergänzende Beteiligungsformate bei Gesetzesvorhaben.
  • Bürgerräte und neue Dialogorte schaffen, in denen junge Menschen mitdiskutieren können – deren Ergebnisse aber auch ernsthaft berücksichtigt werden müssen.
  • Repräsentation im Parlament erhöhen: Wer politische Entscheidungen trifft, prägt Perspektiven. Junge Abgeordnete bringen eigene Lebensrealitäten ein – etwa als „Digital Natives“. Fynn Rubehn ist mit 21 Jahren der mit Abstand jüngste Kandidat für den Kreis Calw.

Wehrpflicht? Klare Haltung und differenzierte Debatte

Auch das Thema Wehrpflicht bewegte viele Jugendliche. Ricarda Lang stellte klar: Eine mögliche Wiedereinführung würde zunächst eine Musterung bedeuten, das Recht auf Kriegsdienstverweigerung bliebe selbstverständlich bestehen.

Persönlich sprach sie sich jedoch gegen eine Pflicht – auch gegen ein verpflichtendes soziales Jahr – aus. Schon heute gebe es mehr Interessierte als verfügbare Plätze für ein FSJ. Zudem sei die Gleichstellungsdebatte komplexer als oft dargestellt: Solange unbezahlte Care-Arbeit überwiegend von Frauen geleistet werde und gleicher Lohn für gleiche Arbeit noch nicht Realität sei, dürfe man neue Verpflichtungen nicht isoliert betrachten.

Politik neu denken – Formate neu denken

Das Mario-Kart-Event zeigte: Politischer Dialog muss nicht steif sein. Zwischen Spielrunden entstanden Gespräche über mentale Gesundheit, Klimaschutz, Social Media, Wirtschaft, Ehrenamt und Katastrophenschutz.Für Fynn Rubehn ist klar: Wer junge Menschen für Demokratie begeistern will, muss ihnen zuhören – und Formate schaffen, die zu ihrer Lebensrealität passen.

Am Ende blieb nicht nur ein spannendes Turnier, sondern vor allem eines: das Gefühl, ernst genommen zu werden.

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Kreisverband | Landes- und Bundespolitik

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