

24.02.26 –
Nach dem Besuch der Hochdorfer Kronenbrauerei setzte Franziska Brantner ihren Kreisbesuch am Abend mit einem offenen Bürgerdialog fort. Gemeinsam mit dem Grünen-Landtagskandidaten Fynn Rubehn lud sie zum „Feierabend mit Franziska und Fynn“ ein. In lockerer Atmosphäre kamen zahlreiche Bürgerinnen und Bürger mit der Bundesvorsitzenden ins Gespräch.
Inhaltlich knüpfte Brantner an Themen an, die bereits am Vormittag beim Austausch mit Unternehmer Eberhard Haizmann diskutiert worden waren: Energiepolitik, wirtschaftliche Resilienz und Bürokratieabbau.
Ein Schwerpunkt war das Gebäudeenergiegesetz (GEG). Brantner sprach sich dafür aus, Planungssicherheit für Bürgerinnen und Bürger zu gewährleisten und den eingeschlagenen Weg hin zu erneuerbaren Energien konsequent weiterzugehen. Wer heute wieder verstärkt auf Gasheizungen setze, riskiere langfristig steigende Kosten und neue Abhängigkeiten. Gerade die vergangenen Jahre hätten gezeigt, wie verletzlich fossile Lieferketten seien.
Mit Blick auf internationale Entwicklungen warnte sie davor, strategische Infrastruktur und Energieversorgung zu stark von einzelnen Staaten abhängig zu machen. Demokratien müssten ihre Energieversorgung so organisieren, dass sie unabhängig, dezentral und krisenfest bleibe. Viele kleinere, erneuerbare Anlagen seien weniger anfällig als wenige zentrale Strukturen. Ob Gas- oder Atomkraft, mit diesen Technologien sei Deutschland immer abhängig von ausländischen Rohstoffen. Erneuerbare wie Wind, Solar oder Wasser-Energie machen hier langfristig unabhängig.
Intensiv diskutiert wurde auch das Thema Bürokratie. Brantner machte deutlich, dass ein handlungsfähiger Staat klare Regeln brauche – diese dürften jedoch Innovation und Investitionen nicht ausbremsen. Zu lange Genehmigungsverfahren und komplizierte Zuständigkeiten schadeten nicht nur Unternehmen, sondern auch Bürgerinnen und Bürgern. Wer demokratische Systeme stärken wolle, müsse zeigen, dass sie Probleme effizient lösen können.
Gleichzeitig betonte Fynn Rubehn, dass Bürokratieabbau nicht mit dem Abbau von Sozialstandards, Arbeitnehmerrechten oder Klimaschutz verwechselt werden dürfe. Es gehe um Vereinfachung und Beschleunigung – nicht um weniger Schutz.
Die Veranstaltung zeigte: Viele Menschen wünschen sich Orientierung in bewegten Zeiten. Der direkte Dialog – kritisch, sachlich und respektvoll – bleibt dafür unverzichtbar.
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